September 2026: Du Gott – mitten im Alltag

Ein Gebet zum Nachdenken

Gott, du Gott der Straßen und der Häuser,
der Nähe und der weiten Wege.

Du bist kein Gott, der im Kirchenraum auf mich wartet,
bis der Sonntag kommt.

Ich danke dir für deine Gegenwart im Alltäglichen:

  • Du begegnest mir im vertrauten Gesicht und im fremden Blick.
  • Du bist bei mir im raschen Aufbruch und im langen Warten.
  • Du teilst mit mir die stille Arbeit und das laute Lachen.
  • Du hältst mich aus, wenn ich mich mit anderen schwer tue.

Gott, schenke mir die Achtsamkeit, dich nicht zu übersehen.
Lass mich begreifen, dass kein Moment zu unbedeutend ist,
um dir darin zu begegnen.
Brich meine Routine auf mit dem Staunen darüber,
dass du jeden Tag neu bei mir bist.

Erfülle meinen Alltag mit deiner sanften Gegenwart,
damit mein ganzes Leben zu einem Gottes – Dienst wird.

Amen.

Für mich zum Nachdenken:
Wo oder in wem bin ich Gott am heutigen Tag – vielleicht ganz unbemerkt – begegnet?
Welche alltägliche Routine (z. B. Zähneputzen, Kochen, Pendeln) möchte ich ab jetzt bewusst als Moment der Nähe Gottes erleben?
Bei welchem Menschen, mit dem ich mich gerade schwer tue, fällt es mir schwer, Gottes Gegenwart zu sehen und was brauche ich, um IHM neu zu begegnen?

Elfriede Sigl, Gengenbach